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Mechanische Regulierungsmassnahmen

Die mechanischen Regulierungsmassnahmen zielen darauf ab, die Alpenblacke zu schwächen resp. sie zu entfernen und werden häufig in Kombination mit einer Einsaat durchgeführt. Dadurch wird die Schwächung / das Entfernen der Alpenbalcke mit einer Förderung wertvoller Futterpflanzen kombiniert, was zu einer schnelleren Verbesserung der Flächen führt. Je nach Topographie und Bewirtschaftungsweise können unterschiedliche mechanische Regulierungsmassnahmen in Betracht gezogen werden.

Einmaliger Schnitt

Der einmalige Schnitt / Nachschnitt nach der Beweidung, der vor dem Erscheinen der Blütenstände erfolgen muss, bringt den noch vorhandenen Futterpflanzen vor allem in den Randbereichen von Alpenblackenstandorten oder bei Nestern mehr Licht. Dadurch entsteht ein Konkurrenzvorteil für die Futterpflanzen und ein Aussamen der Alpenblacke kann verhindert werden. Für dicht besiedelte Standorte, auf denen kaum wertvolle Futterpflanzen mehr vorhanden sind, bringt der einmalige Schnitt kaum Verbesserung.

Mehrmaliger Schnitt

Um auch dichte Bestände durch Schnitt nachhaltig zu schwächen, muss der Schnitt so geplant werden, dass die Pflanze noch kaum die Gelegenheit hatte, Reservestoffe wieder in ihr Rhizom einzulagern. Der beste Zeitpunkt ist das Rosettenstadium, wenn noch keine Stängel gebildet sind. Der Schnitt sollte mehrmals pro Saison erfolgen, immer wenn wieder das Rosettenstadium erreicht ist und auch während mehrerer Jahre wiederholt werden. Je nach Standort und Höhenlage kann dies unterschiedlich häufig pro Saison der Fall sein. Zusätzlich wird eine Einsaat mit konkurrenzstarkem Saatgut empfohlen (Einsaat). Bei geringen Schnittgutmengen muss dieses nicht unbedingt entfernt werden, sofern gewährleistet ist, dass es sich rasch  abbaut und einer möglichen Einsaat nicht das Licht wegnimmt. Konnte sich die Einsaat entwickeln, empfiehlt es sich, die Schnitthöhe etwas zu erhöhen um die aufkommenden wertvollen Futterpflanzen zu schonen.

Ausgraben

Das Ausgraben ist wegen des hohen Arbeitsaufwandes vor allem bei kleineren Beständen, Nestern oder Einzelpflanzen eine empfehlenswerte Massnahme. Die Wirksamkeit ist hoch. Das Ausgraben kann mit verschiedenen Werkzeugen (Bild unten) durchgeführt werden. Wichtig ist, dass das gesamte Rhizom aus dem Boden entfernt wird, denn auch aus Teilen des Rhizoms können wieder einzelne Pflanzen austreiben (Vermehrung über Rhizom). Die Grasnarbe sollte nach dem Entfernen der Alpenblacke wieder festgetreten werden. Je nach Ausmass der regulierten Fläche, wird eine Einsaat mit konkurrenzstarkem und blackenfreiem Saatgut empfohlen (Einsaat).

Weitere Informationen zu manuellen Regulierung der Blacken (Rumex) für Berg- und Talgebiet: Link: Fiche téchnique Rumex (frz.), Agridea, FiBL (link pdf)

Lichtentzug

In Österreich wurden Regulierungserfolge erzielt durch das Abdecken von Alpenblacken mit UV-beständiger, schwarzer, gewebter Gärtnerfolie. Durch Lichtentzug und Hitzeentwicklung konnten innerhalb einer Alpsaison die Reservestoffe des Rhizoms gänzlich erschöpft werden. Die Alpenblacken, aber auch alle möglicherweise noch vorhandenen Futterpflanzen sterben vollständig ab. Das Samendepot der Alpenblacke im Boden bleibt jedoch keimfähig. Um dieses zu reduzieren, kann der Boden zu Beginn des Folgejahres grob aufgerecht werden. Dadurch werden die in der oberen Bodenschicht vorhandenen Samen durch Lichteinwirkung zur Keimung angeregt. Wenn die ersten beiden Blätter der jungen Alpenblacken ausgefaltet sind, kann die Fläche nochmals mit der Folie für ca. 3-4 Wochen abgedeckt werden, damit die Jungpflanzen wiederum absterben. Für einen möglichst schnellen und vollständigen Grasnarbenschluss, wird nach dem Abdecken eine Einsaat empfohlen.

Weitere Informationen

Alpenampferbekämpfung durch Lichtentzug (www.almwirtschaft.com/2011-archiv-der-alm-und-bergbauer/201104-der-alm-und-bergbauer-pdf.html)