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Bewirtschaftungsanpassungen

System- und Bewirtschaftungsanpassungen zur Regulierung der Alpenblacke zielen darauf ab, die Alpenblackenstandorte kontrolliert und gezielt zu nutzen, dabei die Nährstoffzufuhr zu verringern und Bodenverletzungen, welche insbesondere bei nasser Witterung leicht entstehen, zu vermeiden. Nachfolgende Bewirtschaftungsanpassungen sollten bei den Überlegungen zur Regulierungsstrategie miteinbezogen werden.

Anpassung der Tierkategorie

Je nach gesömmerter Tierkategorie kommen vermehrt die Alpenblackenstandorte «Läger» (z.B. bei Jungvieh- oder Mutterkuhalpen) oder «Bereiche um Ställe / Melkplätze» (z.B. bei Kuhalpen) auf den einzelnen Alpen vor. Eine teilweise oder vollständige Anpassung der gesömmerten Tierkategorie hilft, die Nährstoffkonzentration auf bestimmten Alpenblackenstandorten zu verringern und die Nährstoffe besser auf den Weideflächen der Alp zu verteilen.

Anpassung der Weideführung

Die Anpassung von Beweidungsablauf und Weideführung zielen darauf ab, die Weidegebiete einer Alp und auch die Alpenblackenstandorte gezielt zu nutzten resp. zu schonen und wertvolle Futterpflanzen zu fördern. Folgende Anpassungen sind möglich:

  1. Bildung zusätzlicher Koppeln zur besseren Verteilung der Nährstoffe auf der Gesamtweidefläche der Alp. Zudem entstehen Ausweichkoppeln (z. B. Schlechtwetterweiden), die eine Schonung besonders sensibler Koppeln und Bereiche insbesondere bei nasser Witterung ermöglichen.
  2. Zeitweises oder gänzliches Auszäunen von einzelnen Lägerfluren zur Verringerung / Vermeidung der Nährstoffzufuhr und zur Bodenschonung, insbesondere bei nasser Witterung. Allenfalls kombiniert mit mechanischen Regulierungsmassnahmen.
  3. Zeitweises oder gänzliches Auszäunen von ausgewählten Weidebereichen und Umnutzung als Mähwiese zur Verringerung / Vermeidung der Nährstoffzufuhr, zur Bodenschonung und Förderung wertvoller Futterpflanzen. Allenfalls kombiniert mit einer Einsaat.
  4. Gezieltes und kurzzeitiges Beweiden von einzelnen Lägerfluren ermöglicht zum richtigen Zeitpunkt eine Nutzung der Alpenblacke als Futter und kann auf einzelnen Flächen z. B. kombiniert mit einer «Schnittregulierung» ein Teil der Regulierungsstrategie sein (Mehrmahliger Schnitt).

Gezielte Nährstoffverteilung

Ist eine gleichmässigere Nährstoffverteilung auf der Alp durch Anpassungen im Alpsystem nicht möglich oder nicht ausreichend, kann die Nährstoffanreicherung durch Tierkot auf Alpenblackenstandorten auch verringert werden, indem dieser auf Haufen zusammengenommen, aufgeladen und auf anderen, weniger nährstoffreichen Flächen der Alp verteilt wird.